Die Mais – Ernte

 

In diesen Tagen rollen geschäftig große zugstarke Traktoren mit riesigen Hängern über die Dorfstrasse. Die Fahrzeugführer verständigen sich per Funk und koordinieren so die Anfuhr ihrer Fracht. Technik vom Feinsten!

 

Es ist Mitte Oktober und die letzten Früchte, wie Kartoffel, Zuckerrüben und  der Mais werden geerntet. Die Bauern haben hauptsächlich Lohnunternehmen damit beauftragt, die die Technik für eine zügige Ernte besitzen. Der Mais wird auf dem Feld geschnitten, gehächselt und auf die riesigen Hänger geblasen. Diese Hänger können bis zu 19 t gehächselten Mais aufnehmen.

 

Der Mais ist die Futtergrundlage im Winter für die Kühe aber auch das “Futter” für die Bio-Gasanlagen.

 

 

Damit der gehächselte Mais nicht verdirbt, muß alles gut konserviert werden. Zu riesigen Bergen aufgeschüttet und ordentlich festgedrückt (wie bei der Herstellung von Sauerkraut) und mit Folie luftdicht abgedeckt, entsteht eine nahr- und schmackhafte Maissilage für die Milchkühe und Färsen.

 

Henk van der Ham berichtet, dass auf ca 50 % seiner Ackerflächen Mais angebaut werden. “Diese große Fläche ist notwendig, weil wir täglich ca 40 t Mais-Silage benötigen. Davon fressen ca 20 t die Kühe, die davon Milch aber auch eine Menge Gülle produzieren und ca 20 t Silage für die Bio-Gasanlage. Zusätzlich wird die Anlage noch mit Gras, Grünroggen und Gülle “gefüttert”.”

 

Stolz erzählt er: “Unsere Bio-Gasanlage produziert täglich 14,4 Mega Watt oder anders ausgedrückt; 600 kWh Energie und 600 kWh Wärme. Von den 600 kWh Wärme werden in der Zukunft 400 kWh an das Dorf weitergegeben und 200 kWh verbleiben als Eigenbedarf.

 

Die Gülle, die von den Kühen produziert wird, wird täglich zu 150 kWh Energie umgewandelt. Die Abfallprodukte aus der Anlage werden ohne nennenswerte Nährstoffverluste auf die Felder gebracht. Das ist wertvoller organischer Dünger. Dadurch benötigen wir wesentlich weniger künstliche und chemische Düngemittel. Das ist doch eine saubere Sache! Oder?
Und – was nicht unwesendlich ist, ich konnte durch die Bio-Gasanlage mehr Investitionen tätigen und gleichzeitig zusätzlich 2 Menschen einen Arbeitsplatz bieten.”

 

Auch bei Familie Dabeistein läuft die Mais-Ernte auf Hochtouren.

 

Alle Familienmitglieder müssen mit anpacken, obwohl ein Lohnunternehmen hilft.           Marlene Dabelstein erzählt, dass ihre Anlage täglich mit ca 20 t Mais-Silage, 20 t Mist, ca  2 t Grünroggen und Gülle “gefütter” wird und die Kühe müssen auch ausreichend Futter haben. Deshalb wird zur Zeit bis spät in den Abend der Mais geerntet.

 

Das sich alle mächtig “ins Zeug legen” sieht man auf diesem Bild. Auch die dritte Generation Dabelstein wird rechtzeitig in die vielfältigen Arbeiten eines Landwirtes eingewiesen.

 

 

Auf den Felder bleiben die Mais-Stoppel und eine Menge Körner zurück, zur Freude der Zugvögel, die sich jetzt für ihren Weiterflug Kraftreserven anfressen.

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