Die Hubertusjagd

 

Jedes Jahr im Herbst veranstalten besonders ländliche Reitvereine eine “Hubertus-Jagd”, benannt nach Hubertus von Lüttich, Schutzpatron der Jagd, seit dem Mittelalter.
(Siehe Wikipeda)

 

Auch in diesem Jahr, hat der Reit-und Fahrverein Bollewick zur “Hubertus-Jagd” eingeladen. Diese Veranstaltung ist Abschluß der Reit- und Fahrsaison und gleichzeitig ein Dankeschön an alle Mitglieder, Freunde und Sponsoren des Reitvereins.

 

Seit 6 Jahren wird der Verein von Bauer Heinz Priestaff geleitet. Durch seine zielstrebige Führung hat sich der Verein kontinuierlich entwickelt. 36 Mitglieder zählt der Verein. Die aktiven Reiter und Fahrer kämpfen auf vielen Turnieren in Mecklenburg, Brandenburg und anderen Veranstaltungen um Siege und Plätze.

 

Hartmut Priestaff
Hallenturnier, Gestüt Ganschow,04.11.12

 

Reit-und Fahrverein Bollewick

 

Jedes Jahr, Mitte Mai findet ein Reit- und Fahrturnier in Bollewick statt. In diesem Jahr wurden hier auch die Landesmeisterschaften der Zweispänner Mecklenburg Vorpommern durchgeführt. 65 Gespanne und zahlreiche Reiter  hatten sich angemeldet. Alles muss sorgfällig vorbereitet werden, von der Herrichtung des Reitplatzes, die Vorbereitung der Geländestrecke, Organisation der Unterkunft der Sportler und Pferde bis zum letzten Hinweisschild für Aktive und Besucher. Wochen vor dem Turniertermin packten alle Mitglieder und Helfer fleißig mit an. Über 3 Tage ging dieses Turnier mit vollem Erfolg. Und jetzt zum Abschluß der Saison die “Hubertus-Jagd”.

 

Am 27.10.2012 um 9.30 Uhr trafen sich Roß und Reiter, Pferdegespanne mit ihren Kutschen und Gäste auf dem Reitplatz.

 

 

Alle freuten sich auf einen schönen Tag. Es war recht kühl aber sonnig und jeder hat sich eine wärmende Decke mitgebracht. An diesem Tag ging es nicht darum, ein Wild zu erlegen, obwohl ein Fuchsfell eine wichtige Rolle spielte. Es ging um die Geschicklichkeit und Schnelligkeit von Roß und Reiter und die Freude an der Bewegung in der Natur. Denn am Ende des Geländerittes, gilt es schnell zu sein, um das Fuchsfell zu erhaschen. Der schnellste Reiter des Jahres 2011 trägt wärend des Geländerittes, als Zeichen seines Sieges, das Fuchsfell auf dem Rücken.

 

Der “Alte Fuchs”

 

Die Jagdreiter werden vom Master, auf einer vorgegebenen Geländestrecke mit natürlichen und angelegten Hindernissen geführt. Es gilt bestimmte Regeln einzuhalten. Zu Beispiel darf der Master  wärend des Geländerittes nicht überholt werden. Reiter, die wärend des Geländerittes “Fehler” begehen, werden später vom Jagdgericht “hart bestraft.”

 

Der Master

 

Schon ist die erste Hälfte der Strecke bewältigt. So ein scharfer Ritt durch das Gelände machen Hunger und Durst. Auch die Gäste auf den Kutschen freuen sich auf einen Glühwein und eine heiße Gulaschsuppe aus der “Gulaschkanone”.

 

Nach der Stärkung hieß es – “Auf die Pferde – die Jagd geht weiter!”

 

Die Gäste auf den Kutschen beobachteten und kommentierten sachkundig die Sprünge der Pferde  über die aufgestellten Hindernisse im Gelände. Langsam nähert sich der ganze Tross dem Höhepunkt des Tages.

 

Der “Alte Fuchs” hat das Fuchsfell an eine Stange, mitten auf einem abgeernteten Maisfeld aufgehängt. Reiter und Ross warten auf das Zeichen des Masters. Jeder versuchte sich in eine gute Position zu bringen, um als Erster am Fuchsfell zu sein. Das Zeichen kommt und die Jagd geht los.Der “Neue Fuchs” steht fest. Es ist in diesem Jahr eine “Füchsin”!

 

 

Alle sind mit dem Ergebnis zufrieden. Aber auf die Jagdreiter und Fahrer wartet am Ende des schönen Tages das “Jagd-Gericht”.

 

Auf dem Reitplatz wurde ein Zelt aufgestellt, sogar mit Heizung. Fleißige Helfer hatten Kaffee und selbst gebackenen Kuchen vorbereitet, damit sich alle stärken konnten.

 

Das “Jagd-Gericht” hat Platz genommen.Jedem Reiter und Fahrer wurden seine “Vergehen” aufgezeigt. Da fielen solche “harten Urteile” wie: “Der Reiter ließ sich sein Pferd von einem Anderen aufzäumen.” “Das Pferd war ein bischen schlapp, schlechte Vorbereitung.” “Der Reiter hat wärend des Geländerittes nach dem “Fuchs” gegriffen.” “Der Reiter ritt immer als Letzter.” usw. Die “Verurteilten” mußten ihre Schuld eingestehen und konnten sich nur noch freikaufen. Es ist immer ein Gaudie für Alle.

 

Ein schöner Tag im Herbst ging zu Ende. Der Reit- und Fahrverein Bollewick hatte eine gelungene Hubertusjagd organisiert.

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