Die Große Feldsteinscheune – 131 Jahre alt – aber voller Leben

 

Die Feldsteinscheune

 

Scheune – Haupeingang

 

Ein Tag im August, Bürgermeister  Bertold Meyer steht vor dem Haupteingang der Scheune und erzählt seinen Gästen  die Geschichte der Scheune.

 

Reisegruppe vor dem Haupteingang der Scheune

 

Neugierige und interessierte Menschen, unterschiedlichen Alters, wollen sich zum Thema “Bio-Energie”, aber auch über die “Große Feldsteinscheune” in Bollewick informieren. Sie sind über die “Evangelische Akademie” unterwegs und schauen sich besondere Projekte an.

 

Vortrag in der Markthalle

 

Willi Holst, aus Bad Doberan erzählte, sie waren am Tag zuvor in der “Akademie für Nachhaltige Entwicklung MV” in Güstrow und haben eine Menge Informationen über Bio-Energie erhalten. An diesem Tag möchten sie aber alles an praktischen Beispielen vor Ort erleben.

 

“Der Vortag von Herrn Meyer zur Entwicklung des Dorfes, zum Bio-EnergieDorf war sehr lebendig und interessant und hat die teoretischen Vorträge sehr gut untermauert. Wir möchten uns jetzt die Scheune und das Dorf anschauen.” berichtete Willi Holst.

 

Herr Willi Holst (rechts)

 

Schauen wir 131 Jahre zurück.

 

1881 – In der Zeitung “Der Mecklenburger” ist im Juni-Heft folgendes zu lesen:

 

Baron von Langermann

 

“Der Baron von Langermann zu Erlenkamp und Dambeck, erbaut auf seinem Hof Bollewick, ein Gebäude von gerade kollosalen Dimensionen. Es wird ohne Frage, das größte Gebäude dieser Art in ganz Mecklenburg und gewissermaßen ein Landwunder sein.”

 

Am Ende maß das Gebäude aus hiesigen, behauenen Feldsteinen dann 125 mal 34 Meter und beinflußte entscheiden das Dorfbild.

 

Bis 1991 wird die Scheune landwirtschaftlich genutzt. 1930 wird die Scheune an mehrere Bauern verkauft. Sie wird als Stall, Speicher, Werkstatt und Wohnung genutzt.

 

1952 übernimmt die “Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG)” die Scheune und baut  sie 1969 zu einer Milchviehanlage für 650 Kühe um.

 

1991 – nach der politischen Wende – übernimmt die Gemeinde die Scheune, in einem sehr schlechen baulichen Zustand.

 

1000 Tonnen Beton werden rausgeschafft, das riesige Güllelager, zwischen der Nordfront und den Dorfteich, wird entfernt und der Teich ausgebaggert.

 

1994 findet die erste Messe “Made in Mecklenburg” und die erste Kunstausstellung statt. Nach und nach ziehen Handwerker und Gewerbetreibende ein und im April 2000 eröffnet das Hotel und Restaurant Reschke die Pforten.

 

2012 – “Die Feldsteinscheune” beeinflußt das Dorfbild mehr denn je. Sie ist Kultur- und Bildungszentrum und bietet viele Möglichkeiten für Unterhaltung und Entspannung. Sie ist ein Besuchermagnet für die unterschiedlichsten Interessen. Täglich laden die Werkstätten und Geschäfte zum Bummeln, Probieren und Verweilen ein.

 

Der Bauernladen: Bärbel Kell  ist schon seit 1999 mit ihrem goßen, bunten Angebot, regionaler und überregionler Produkte, in der Scheunen. Sie beschäftigt 2 Mitarbeiter. Die Besucher der Scheune stöbern gerne in ihrem Geschäft und werden freundlich bedient.

 

 

Mecklenburger Traditionswerkstätten: Ralf-Peter Karl, ebenfalls seit 1999 mit seinen Werkstätten in der Scheune, produziert Kerzen aus Stearin (nachwachsender Rohstoff) und Parafin. Auf Wunsch, werden “Geldkerzen” zum Verschenken hergestellt und die Besucher können sich ihre Kerze nach eigenen Ideen selber kneten. Damit die Kerzen auch standsicher angezündet werden können, werden in seiner Werkstatt Kerzenhalter aus Keramik hergestell, die in der Luft aushärten und in der Spülmaschine gereinigt werden können.

 

In den Werkstätten von Ralf-Peter Karl, werden im Kaltsiedeverfahren auch Naturseifen hergestellt. Ausschließlich natürliche Zusatzstoffe finden Verwendung. So dass z.B. mit der Seife “Filius”, auch Kleinkinder bedenkenlos gebadet werden können.

 

http://www.mtw-bollewick.de                   http://www.ferienwohnung-bollewick.de

 

Frisör: Isabella Pohl verwöhnt seit 11 Jahren ihre Kunden in
der Scheune. Sie ist bekannt für ihre gute Beratung, perfekten Haarschnitte und die wunderbaren Kopfmassagen, bei denen sowohl  Frauen als auch Männer entspannen können. Sie beschäftigt z.Z. 2 Mitarbeiterinnen und hat in Laufe der Jahre 5 jungen Frauen eine Ausbildung geboten.

 

Töpferei: Frau Elisabeth Kämmerer gehört auch zu den ältesten Mieter der Scheune. Seit 1999 bietet sie blaue, grüne und braune Keramik an. Sie zeigt den interessierten Besucher, wie auf einer Töpferscheibe eine Tasse, ein Teller oder ein Dekorationsgegenstand hergestellt wird. Zur Zeit  denkt Frau Kämmerer schon an das Weihnachtsgeschäft und produziert weihnachtliche Gegenstände. Diese trocknen dann an der Luft und werden zu Haus gebrandt und glasiert.

 

http://www.töpferei-kaemmerer.de

 

Kürschnerei: Udo Buczkowski ist Kürschnermeister.

 

Seit 10 Jahren ist er mit seiner Werkstatt in der Scheune und bietet aus Pelzen, Leder und Stoffen ausgezeichnete Produkte an. Unter seien meisterlichen Händen entstehen Neuanfertigungen, Umarbeiten, Änderungen, und Reparaturen. Es lohnt sich immer, einmal in seine Werkstatt zu schauen.

 

Stickstübchen: Frau Simone Gleffe kann mit ihrer Maschine wunderschöne Motive auf den unterschiedlichsten Sachen sticken. Besonders gerne werden Kindersachen, wie Lätschen, Tschirt, Handtücher usw. mit Namen und Motiven bestellt.

 

Seit 6 Jahren ist Frau Gleffe mit ihrem Stickstübchen in der Scheune.

 

Christin`s Glasstübchen: In Christin`s Glasstübchen erwartet Sie eine zauberhafte Welt aus Glas. In der offenen Werkstatt kann der Besucher die traditionelle Bleiverglasung und die Arbeit mit moderner Tiffanytechnik beobachten. Aus vielen farbigen Glassorten, Facetten und unterschiedlichen Motiven stellt Christine Mühlnickel nach den Wünschen ihrer Kunden Kunstverglasungen und Dekorationen her.

 

Seit 7 Jahren erfreut Frau Christine Mühlnickel mit ihren Produkten ihre Kunden in der Scheune.

 

www.christins-glasstuebchen.de

 

Chocolaterie Hammelspring:   mmm..lecker, lecker!                                                Schokolade in den verschiedensten Formen und Varianten. Die Inhaberin Sylke Wienold, mit Firmensitz in 17268 Templin/Hammelspring, hat mit ihrer “süßen Verführung” seit kurzem auch in der Scheune eine Filiale gegründet. Die Mitarbeiterin Simone Teigeler bringt die Gäste  mit einem Probestückchen Schokolade schnell auf den “Geschmack”.

 

Ja – wer mag denn nun wirklich keine Schokolade?

 

www.chocolaterie-hammelspring.de

 

Maler + Grafiker Werkstatt:   Die hohen Wände in der Werkstatt von Udo Vau sind voller Gemälde, entstanden in den unterschiedlichsten Techniken. 

 

Ob Öl-, Aquarell- oder Mischtechnik, das Malen der verschiedenen Motive ist der Lebensinhalt von Udo Vau. Seit 2011 findet man seine Werkstatt in der Scheune.  “Zur Zeit bin ich eigentlich mit der Gestaltung einer Hauswand beschäftigt, wenn das Wetter mitspielt.” sagt   Udo Vau und beginnt ein neues Bild zu grundieren.

 

Seidenblumen und Geschenkartikel: “Die Gestecke aus Seidenblumen fertigen wir selber an. Unsere Stammkunden wissen das zu schätzen.” berichtet Frau Bärbel Weber, die seit Mai 2006 mit ihrem Geschäft in der Scheune ist. Neben den Seidenblumen finden interessierte Kunden auch die unterschiedlichsten Geschenkartikel. Es wird gerne in diesen Räumen “geschnökert”.

 

Lohnbuchhaltung: In diesen Räumen finden die Besucher keine Geschenkartikel, Kerzen usw., hier geht es um ganz wichtige Dinge für die unterschiedlichsten Firmen aus der Umgebung. Anke Meyer macht die Lohnabrechnung für ihre Kunden. Ihr Büro liegt in der 3. Etage der Scheune und hier ist vom täglichen Trubel in den unteren Etagen nichts zu hören. Die Ruhe braucht sie auch, denn es geht ja – wie gesagt – um die Lohnabrechnung!

 

BIO-Landhotel “Zur Scheune”: Was hat Ricado Reschke in seinem  BIO-Landhotel zu bieten?: 25 Doppelzimmer, 1 Einzelzimmer, 2 Schneewittchenzimmer (8 Betten, für “Schneewittchen und die 7 Zwerge”), einen urigen Gastraum, einen Gutsherren Keller mit einem besonderen Gewölbeund eine Bachstube, in denen 100% BIO- Speisen und Getränke serviert werden. Verschiedene Wellnessangebote, unter anderem Massagen, Infrorot-Sauna und spezielle Bäder. 11 Mitarbeiter, davon 1 Auszubildender, betreuen die Gäste.

 

http://www.reschke-hotels.de

 

Drechselstube Hofrichter: In der Decselstube riecht es angenehm nach Holz und die Drechselmaschine surrt vor sich hin.

 

Herr Hofrichter ist gerade dabei, einen Lampenschirm aus Holz zu fertigen, der so durchsichtig wird wie Porzelan.

 

Sei 2004 hat Herr Hofrichter seine Drechselstube in der Scheune und an manchen Wochenenden zeigt er den Besuchern, wie aus einem Holzklotz eine schön gemaserte Schale oder Vase entsteht. Er verarbeitet ausschließlich einheimische Holzarten und er liebt es, wenn die Späne nur so fliegen.

Wohnungsgesellschaft “Tau Hus”:

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