Aus der bewegten Geschichte des Dorfes

Das slawische “Nedebu” war einst ein selbstständiger Ort neben Bollewick.
Das Gut Bollewick lag ursprünglich weiter westlich, direkt am Wackstower See.

 

1331 baute der Besitzer der Dörfer Nätebow und Bollewick,Conrad von Büne, Ritter des Fürsten von Werle, in Nätebow eine Kirche. 1432, in der Zeit des Raubrittertums, wurde ein Waffenhaus an diese Kirche angebaut.

 

15 + 16 Jahrhundert – der Besitz der Dörfer wechseln häufig an verschiedene kirchliche und weltliche Fürsten.

 

1682 wurde der brandenburgische Rittmeister Kaspar Christoph von Langermann Besitzer der Dörfer.
Seine Nachfahren hatten mit den Dörfern Nätebow, Bollewick, Spitzkuhn und den umliegenden Dörfer eine ansehnliche Begüterung von 3300 Hektar.

 

1786 das Gut Bollewick wird auf den jetzigen Standort verlegt.

 

1850 Nätebow 129 Einwohner
Bollewick 18 Einwohner
Spitzkuhn 56 Einwohner

 

1881 In der Zeitung “Der Mecklenburger” ist im Juni-Heft folgendes zu lesen:
“Der Baron Wilhelm von Langermann – Erlenkamp und Dambeck, erbaut auf dem Hof Bollewick ein Gebäude von kolossalen Dimensionen. Es wird ohne Frage, das größte Gebäude dieser Art in ganz Mecklenburg und gewissermaßen ein Landwunder sein.”
Am Ende maß das Gebäude aus hiesigen Feldsteinen dann 125 mal 34 Meter und beinflußte entscheident das Dorfbild.

 

1905 Nätebow 7 Einwohner
Bollewick 132 Einwohner
Spitzkuhn 43 Einwohner

 

1930/31 war der Besitz des Freiherren von Langermann-Erlenkamp unhaltbar überschuldet.
Die Landsiedlungsgesellschaft “Hof unf Hufe” übernahm die Dörfer Bollewick, Nätebow und Spitzkuhn und errichteten 72 Siedlungen. Bei der Aufsiedlung, wurde die Feldsteinscheune einbezogen. 7 Bauern erhielten darin ihre Wirtschaftsgebäude. Der Rest wurde zur Wohnung des Verwalters.

 

Nach dem 2. Welkrieg wurde die Feldsteinscheune weiter landwirtschaftlich genutzt.

 

1968 wurde die Feldsteinscheune zu einer Milchviehanlage für 650 Kühe mit ganzjäriger Stallhaltung umgebaut.

 

1991 Wahlen: Bertold Meyer wird Bürgermeister
Liquidation der LPG Bollewick. Die Gemeinde übernimmt die Scheune mit allen Altlasten und Problemen.

 

1992-2000 Rekonstruktion der Feldsteinscheune
Über 1000 Tonnen Beton werden aus dem Gebäude geschafft. das Güllesilo entfernt, das Erdreich um die Scheune abgetragen, der Weiher ausgebackert, der Dachstuhl rekonstruiert, Ausbau des Erd- und Dachgeschosses.

 

1997 Auszeichnung mit dem “TAT-ORT” Preis. Ein Projekt der deutschen Bundesstiftung Umwelt, in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik.

 

2000 Die Gemeinde erhält erneut den “TAT-ORT” Preis.

 

2001 Die Feldsteinscheune wird 120 Jahre alt.
Über 20 Gewerbetreibende sind in der Scheune etabliert. Im Dorf entstehen neue Eigenheime und viele Handwerksberiebe und Gewertbetreibende wurden ansässig.

 

Es wird mit dem Bau der “Gläsernen Schlachterei” begonnen.

 

2007 Beschluß der Gemeinde: Bollewick soll “Bio – Energie – Dorf” werden.
1. Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der Gläsernen Schlachterei und dem Dach der Feldsteinscheune.
2. Errichtung von 2 “Bio-Gas-Anlagen”.

Die Ratsmitglieder der Gemeinde Bollewick

06.Juli 2010 Grundsteinlegung der “Bio-Gas-Anlage” auf dem Bauernhof von Henk van der Hamm

06.Mai 2011 In Betriebnahme der “Bio-Gas-Anlage” auf dem Bauernhof von Henk van der Hamm

 

06.Mai 2011 Grundsteinlegung der “Bio-Gas-Anlage” auf dem Bauernhof von Familie Dabelstein

 

2011 “Geburtstage”
Bollewick 750 Jahre
Kirche in Nätebow 680 Jahre
Feldsteinscheune 130 Jahre

 

2011 Auszeichnung im Wettbewerb “Kommunaler Klimaschutz 2011″
Begründung der Jury: Die Gemeinde Bollewick hat ein funktionierendes Kooperationsnetz gegründet, das den – insbesondere für einzelne kleine Gemeinden oft schwierigen-Weg zum CO² – sparenden “(Bio)EnergieDorf” ebnet. Seit 2009 haben sich bereits 68 Gemeinden und verschiedene Organisationen zusammengeschlossen. Da das Netzwerk weiter wächst, profitiert die gesamte Region, und der Umweltschutz wird aktiv gestärkt.

 

2012 Die Stassenbeleuchtung wird auf LED-Leuchten umgestellt.
Beginn mit der Verlegung des Nahwärmenetzes.
Baubeginn der “Eigenheim Siedlung 55+” – Eigenheim statt Altersheim –
www.eigenheim55plus.de

 

Bio-Gas-Anlage

 

Die ersten Spatenstiche der Nahwärmeleitung

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