Besuch in der „Zukunftswerkstatt“ im DorfKern

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Junge, neugierig blickende Menschen betraten am 26.Mai 2016 unsere multifunktionale Raumlandschaft im Dorf-Kern in der Scheune Bollewick. Sie sprachen Russisch oder Englisch. Aber Deutsch?  –   Я не понимаю!

Das war für Dr. Olaf Schätzchen (Geschäftsführer der ARGE) kein Problem. Der Vortrag wurde in Englisch gehalten.
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Diese jungen Menschen waren im Rahmen einer Studientour in Sachen „Energie“ unterwegs.
Sie kamen aus den unterschiedlichen Energiebranchen St. Petersburgs, wie z.B. Elektroenergie, Energiewirtschaft, staatliche Universität für Wirtschaft, Energieeffizientzcenter, Agentur „Info Bio“ etc.
Wie kommen solche Studienreisen zu Stande?

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern, hat diese Reise vorbereitet und durchgeführt. Finanziert wurde alles über die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Referat Außenwirtschaft.

Ein guter Beitrag zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und der EU. Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Ministerpräsident Erwin Sellering ist da Vorreiter. Der 2. Russlandtag in Rostock lockte 600 Gäste aus Wirtschaft und Politik an. Hoffnungsschimmer auf ein baldiges Ende der wechselseitigen Sanktionen?

Jedenfalls unsere Gäste aus Russland hatten großes Interesse an dem, was wir in unserem Dorf erreicht haben.

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Wenn auch in Russland das Thema „Erneuerbare Energie“ noch sehr zukunftsorientiert ist, so machen besonders diese jungen Menschen Mut auf Hoffnung.
Ach, übrigens – es wird eine Teilnehmerin der Delegation, im Juli und August ein zweimonatiges Praktikum bei der ANE (Akademie für Nachhaltige Entwicklung M-V) absolvieren und sich mit der Entwicklung von Bioenergiedörfer beschäftigen.
Und was die Zusammenarbeit der GIZ und dem Bioenergiedorf Bollewick anbelangt, werden weitere gemeinsame Projektideen erarbeitet und verwirklicht.
Das ist frische Luft  statt trockenen Theorie in der
„Zukunftswerkstatt“
der Großen Feldsteinscheune in Bollewick

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Ein Wochenende in Bollewick

Das Wochenende vor  Pfingsten war Frühling pur.          DSC_0205.JPG

Fröhlich gestimmte Menschen zog es nach Bollewick, um ganz besondere Schönheiten  zu bewundern.

Diese Schönheiten zeigten sich stolz und selbstbewusst , aber auch vorsichtig und noch etwas zurückhaltend. Sie hörten auf klangvolle Namen, wie: Dancing Queen,  Karibika, Stolzenbergs  Sinfonie  oder Dr.Watson, Skywalker oder Faust. Ihr Outfit bestand aus sehr gut verarbeitetem Leder und einige trugen entzückende Kopfhäubchen. Sie waren aber nicht gekommen, um nur ihre Schönheit zu präsentieren, sondern sie wollten ihre Können zeigen und ihre Leistungen mit anderen messen.

Die Rede ist von 4 beinigen  Schönheiten!  –  Pferde – große und kleine, braune, schwarze und gescheckte.                               DSC_0139.JPG

Wie immer Anfang Mai,  fand  vom 6. bis 8. Mai  das traditionelle Reit- und Fahrturnier in Bollewick statt.

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180 Pferdesportler mit ihren Gespannen und Reitpferden bevölkerten unser kleines Dorf. 72 Gespanne und 470 Meldungen für die Reitdisziplinen ist schon eine Größenordnung, die uns stolz macht. Wenn dann noch Championats Kader Sebastian Warnecke aus Potsdam und Vizemeister der Einspänner Fahrer 2015 aus Dillenburg  dabei  sind, dann wird es spannend.                                                DSC_0153.JPG                                 DSC_0594.JPG

Aber nicht zu vergessen, sind die logistischen Leistungen,  die für diese 3Tage zu erbringen sind, damit alles zur vollen Zufriedenheit aller Teilnehmer klappt. Das beginnt mit der Unterkunft von Sportler und Pferd, Verpflegung, Einrichtung der Turnierplätze, Besetzung der Prüfungsstationen bis hin zu den Schreibarbeiten, um die vielen Ergebnisse ordentlich zu registrieren und vieles mehr.       DSC_0581.JPG

Unter Leitung des Turnierleiters Heinz Priestaff sind neben den Vereinsmitgliedern des Pferdesports  viele freiwillige Helfer, angefangen von der FFw Bollewick  und Einzelpersonen aus dem Dorf dabei, an vielen Einsatzorten zu helfen.             DSC_0135.JPG

Ein Dankeschön an alle Beteiligten für dieses gelungene Turnier!

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Aber das war noch nicht alles an diesem Wochenende. Am Sonnabend, d. 7.Mai erwartete unser Dorf Besuch aus Schleswig-Holstein.

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Kurz zur Vorgeschichte: Unser Bauer Wilhelm Dabelstein (bekannt als Mitbegründer unseres Nahwärmenetzes im Dorf) hatte vor 3 Jahren Einwohner seiner neuen Heimat Bollewick, zu einem Besuch in seine alte Heimat in Schleswig-Holstein eingeladen.

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Wir wurden in seinem ehemaligen Heimatdorf so herzlich empfangen, dass wir spontan zu einem Gegenbesuch eingeladen haben. Das hat 3 Jahr gedauert und am 7. Mai war es nun  so weit.

60 Personen schauten sich neugierig die Biogas-Anlage von Bauer Dabelstein, unser Straßendorf und die große Feldsteinscheune an.

Begrüßungsworte vom Bürgermeister, DSC_0165.JPG

gemeinsames Essen vom Grill, mit Blasmusik und herzliches Geplauder, wie mit alten Freunden.

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Zum Kaffee ging es zum Reitplatz. Eine tolle Kulisse für dieses Treffen. Die Springprüfungen bis zu Klasse M waren im vollen Gang. Auch die jüngsten Springreiter wetteiferten in den Dressurprüfungen.

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Selbst gebackener Kuchen von fleißigen Frauen aus dem Dorf und ein paar Tässchen Kaffee rundeten das Treffen ab.

Selbstverständlich war für die Gäste aus Schleswig-Holstein ein Muss   –                                „Einmal auf die Müritz schaue“.

Also verabschiedeten wir uns,         DSC_0177.JPG      vielleicht auf ein Wiedersehen!

„Was Wind alles kann…..“

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Diese spannende Frage wurde auf vielfältige Weise am 30.April 2016 zum Tag der Energie in der Scheune Bollewick diskutiert.

Aussteller, einer kleinen aber feinen Messe, informierten Besucher in Gesprächen über die verschiedensten Möglichkeiten, mit Bürgerinitiativen und dem Beteiligungsgesetz, die Energiewende gemeinsam zu gestalten.

Windenergieanlagen            DSC_0084.JPG

Stellen sie sich vor, Windenergieanlagen liefern nicht nur sauberen Strom, sondern ermöglichen ihnen persöhnlich auch eine gute Rendite!

Am 13.November 2015 wurde die Bürgerwindgenossenschaft Müritz eG gegründet. Die Eintragung ins Genossenschaftsregister erfolgte am 01.02.2016. Die Genossenschaft ist Mitglied im Bundesverband WindEnergie.

8 genehmigte Windenergieanlagen sollen gebaut werden. Die Bürger aus der Müritzregion haben die Möglichkeit Anteile dieser Anlagen zu erwerben. Die Bürgerwindgenossenschaft Müritz eG rechnet mit einer Startrendite von 3,5 % für die gezeichneten Anteile.

Interessenten richten bitte ihre Fragen an:

Bürgerwindgenossenschaft Müritz eG

Karl-Liebknechtstr. 17   17192 Waren (Müritz)  0151/14229648                                            buergerwindmueritz@gmail.com

Natürlich gibt es Gegner dieser Energiegewinnung. Ihre Argumente sollten auch sorgsam beachtet werden, um für unsere Natur und Umwelt einen gesunden Mix ökologischer Energiegewinnung  zu gestalten. Es ist doch ein weiterer Schritt in Richtung Atom- und Kohleausstieg!

 

Die Firma ELWA ELEKTRO WÄRME MÜNCHEN  informierte über die Technik und den Nutzen von Windstromwärme. Was wenn der Wind weht, aber kein Strom gebraucht wird? Dann wird aus Wind Wärme zum heizen. Die Firma bietet Systeme für Fernwärme-Versorgungsanlagen.

Interessenten richten bitte ihre Fragen an: ELWA Elektro Wärme München             A.Hilpoltsteiner GMbH&CO KG, Frauenstr.26,  D-82216 Maisach  http://www.elwa.com

Ihr Dach – Ihre Energie        DSC_0086.JPG

Die Firma SUNFarming bietet ein Eigenstromkonzept für Städte und Gemeinden, Gewerbe und Haushalte. Seit 2002 steigen stetig die Strompreise!Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht. Ein Grund, um über eine Eigenversorgung mit Strom von Sonnenenergie nach zu denken. Die Firma SUNFARMING bietet Lösungen zum Direktstrom und gleichzeitig Speichersysteme ihrer Stromüberschüsse des Tages für die Nacht.

Weitere Informationen über:  http://www.sunfarming.de

DIE sonnenBATTERIE

Auch die Firma ENERGIEINSEL GmbH befasst sich mit dem Thema: Speicherung des überschüssigen Stromes ihrer Photovoltaikanlage. Mit einer Photovoltaikanlage und einer sonnenBatterie kann der größte Teil des Strombedarfes eines Haushaltes selbst abgedeckt werden.

Nähere Informationen:   Hans-Georg Pramme, Energieinsel GmbH, Wardenburger Weg 25, 17207 Röbel/Müritz             http://www.meine-energieinsel.de

 

In der Werbebroschüre der Firma ENERGIEINSEL gibt es einen interessanten Ausspruch von Christoph Ostermann, CEO sonnen GmbH:

„Unser Ziel ist eine Welt, auf der sich alle mit sauberer und dezentral erzeugter Energie versorgen können. Jeder kann sich mit anderen Menschen vernetzen und seine Energie teilen. Das macht die Welt unabhängig von fossilen Brennstoffen und von anonymen Großversorgern.“

Ein Ausspruch für Jederman zum Nachdenken, wie ich finde!

 

 

 

Besuch aus der Gemeinde Choszewo in Kaschubien (Polen)

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Was treibt Menschen aus Polen zu dieser landen Busfahrt in unser kleines mecklenburgisches Dorf?

Kommunalpolitiker, Vertreter des Tourismusverbandes und Unternehmer interessieren sich für die Themen Umwelt und Energie. Es hat sich nämlich über die Grenzen hinaus herumgesprochen, dass sich eine kleine Gemeinde in Mecklenburg, mit erneuerbarer Energie  fit für die Zukunft macht.

Und das genau wollten sich diese Menschen vor Ort ansehen  und mit uns diskutieren.

100px-POL_Choczewo_COA_svg.png        Die Gemeinde Choszewo , im Landkreis Wejherowo ist die einzige Gemeinde, die einen Zugang zu einem 17 km langen Küstenabschnitt an der Ostsee hat. Fast die Hälfte der Gemeindefläche ist mit Wald bewachsen, reich an Unterwuchs und Pilzen.

Mit ihren malerischen Seen, Wäldern, den landwirtschaftlichen Nutzfläche und die Nähe des Meeres, ist diese Gemeinde ein idealer Erholungsort.

Aber Polen plant in der Nähe dieses Urlaubparadieses ein neues ATOMKRAFTWERK!

Protest?  Widerstand?

 Ja   –   aber die Menschen in dieser Region wollen auf bessere Alternativen setzen, die langfristige, nachhaltige, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen ermöglichen. Sie wollen keine nukleare Technologien und Atommüll als Zeitbombe unter der Erde. Sie haben sich auf den Weg begeben, um Erfahrungen über erneuerbare Energien zu sammeln.

Das Konsortium DorfKERN der Gemeinde Bollewick ist dafür ein kompetenter Ansprechpartner.

Das Konzept  wurde mit Unternehmern, Banken und Wirtschaftsberater entwickelt und  will anderen ländlichen Regionen die wirtschaftlichen,  sozialen und kulturellen  Erfolge der Energiewende nutzbar machen.

Das Interesse ist groß und die Erfahrungen werden gerne weiter gegeben.

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Eine Führung durch das Bioenergiedorf Bollewick vermittelten  die  ersten Eindrücke und Informationen.

Die anschließenden Vorträge und Diskussionen gaben weitere Informationen zu  erneuerbaren Energien.

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Dieses Treffen wurde von Konsortium DorfKERN, der Akademie für nachhaltige Entwicklung MV, dem Bundesverband Windenergie Sektion MV, dem BUND Rostock und dem LEEA Neustrelitz organisiert und gestaltet.

Zum Höhepunkt des Treffens, wurde die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen dem Konsortium DorfKERN und dem Tourismusverband  Choszewo, zur Unterstützung einer nachhaltigen und erneuerbaren Energiewirtschaft und zur Vernetzung in europäischen Entwicklungsprojekten.

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 Na dann     –     auf eine gute Zusammenarbeit!

Die Rückkehr aus dem Winterurlaub

. . . .  nein, nein, ich meine nicht mich!

Gemeint sind die Störche. Unser überaus erfolgreiches Storchenpaar ist wieder da.

Am 1. April belegte Vater Storch das angestammte Nest auf dem Hof von  Bio-Bauer Dabelstein.                                                            Ein paar Tage später kam auch sein holdes Weib.

Stürmische Begrüßung – Nestverteidigung gegen unerwünschte Storchennest-Besetzer – und dann erst einmal ordentlich auf der benachbarten Wiese futtern.

Die ersten Schwalben sind auch schon da.

Frühling!!

Na – dann kann es ja los gehen!

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Steckbrief

Name:      Bollewick, Der Name bedeutet mit seinen Bestandteilen „bolle“ rund, bauchig und „wick“ Platz, Dorf   =   Runddorf

Lage:       Mecklenburg, im „Land der tausend Seen“ , südlich der Müritz, dem „Kleinen Meer“

Familienstand: verheiratet seit 2009 mit der ehemaligen Gemeinde Kambs aus der Nachbarschaft

Ortsteile:  Nätebow, Spitzkuhn, Kambs, Wildkuhl

Anzahl der Familienmitglieder:   672 Personen

Berufe:   vielseitige Talente – vom Bauern bis zum Zahntechniker und Künstler

Besondere Merkmale:  Standort der größten Feldsteinscheune Deutschlands und eine spätmittelalterliche Wehrkirche (Dorfkirche von Nätebow)

KfZ-Kennzeichen:                      MÜR

Bevölkerungsdichte:                25 E / km²

Höhe:                                          86 m ü. NN

Höchste Erhebung:                 „Mohrberg“  111 mü. NN

Bollewick aus der Vogelperspektive, Blickrichtung Nord-West